Jahresfeste / Jahreskreis - Rhythmen und Zyklen des Jahres
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemein
2. Begriffsbestimmungen
3. Berechnung der Festtage
4. Jahresfeste
4.1. Jul / Wintersonnenwende
4.2. Imbolic, Kerzenfest, Lichterfest
4.3. Ostara, Frühlings Tag- und Nachtgleiche
4.4. Baltaine (Walpurgisnacht)
4.5. Litha (Sommersonnenwende)
4.6. Lugnasadh / Schnittfest
4.7. Mabon – Herbst Tag- und Nachtgleiche
4.8. Samhain (Halloween) 

1. Allgemein

Die Rhythmen und Zyklen der Natur waren von je her die „Taktgeber“ für die Menschheit. Nur in unserer modernen Zeit mit künstlichem Licht, wohl temperierten Wohnungen, Arbeitshektik und dem Glauben daran, das alles machbar ist, haben wir uns immer davon entfernt.
Und trotzdem sind sie hier, diese Rhythmen und Zyklen und sie beeinflussen uns, ob wir es wahr haben wollen oder nicht. Die bekanntesten davon sind die vier Jahreszeiten und diesen entsprechend gab es früher wichtige Feste. Teilweise kommen diese jetzt immer mehr in Mode, werden jedoch hauptsächlich kommerzialisiert und als Geschäftsbringer benutzt.
Da man sich früher hauptsächlich nach den Mondfasen ausgerichtet hat, waren diese Feste niemals an fixen Tagen im Jahr, so wie dies heute durchgeführt wird! Das Abkoppeln von diesen Mondzyklen hat zur Folge, dass man an den heute meistens offiziell verkündeten Tagen nicht in die wirkliche Energie dieses Tages kommt. Dadurch können diese Kraft, diese Möglichkeiten, die Kontakte zur Anderswelt nicht, oder nur mehr ansatzweise gespürt werden. Dies hat sicher auch dazu beigetragen, dass diese Feste immer mehr in Vergessenheit geraten sind.
Heute jedoch, in der Zeit des Wandels beginnt man sich immer mehr wieder daran zu erinnern. Jedoch wie gesagt, sehr kommerzialisiert.   

2. Begriffsbestimmungen

Die Phase wo der Mond aufgrund seiner Position zur Erde nicht sichtbar ist, hat sich bei uns als Neumond eingebürgert. Jedoch wird in Fachkreisen dieser Abschnitt als „Schwarzmond“ bezeichnet. Dieser Begriff passt auch wesentlich besser zu dem Ereignis.
Neumond“ ist der erste, dünne Sichelmond nach Schwarzmond.
Diese Bezeichnung scheint in verschiedener Literatur auf und deshalb beschreibe ich sie hier. Es ist auch für die Berechnung der Jahresfeste nach den Mondfasen von Bedeutung, da hier manchmal vom Neumond nach dem Schwarzmond gesprochen wird.

3. Berechnung der Festtage

Wie schon vor erwähnt gibt es hier unterschiedliche Ansätze.
Die Menschen hatten früher ein qualitatives Gespür für die Zeit, die Zeitzyklen und deren spezielle Energie an solchen Tagen. Daher waren die „Festtage“ nie an einem fixen Termin.
Fixe Tage daher eher nicht wirklich passend.
Flexible Tage, den Mondfasen angepasste Tage. Wie bei vielen Dingen gibt es auch hier unterschiedliche Möglichkeiten, wie ich beim Studium der verschiedenen Literatur festgestellt habe. Wir mit unserem westlich trainiertem Denken haben dann unter Umständen das Problem „was ist jetzt wirklich richtig“?
Hier kann ich nur empfehlen, probieren sie es aus, gehen sie an diesen Tagen in die Tagesenergie und stellen sie für sich selbst fest, was ist für sie stimmig.
Ich arbeite nach einem System, das aus traditioneller Frauenüberlieferung abstammt und das ich bei Johanna Markl (Deutschland) gelernt hatte.

4. Jahresfeste

In der Literatur sind bei den Bräuchen teilweise sehr unterschiedliche Möglichkeiten aufgeführt. Dies sicher auch daher, dass eben vieles abgewandelt und ergänzt wurde. Also, auch hier wieder selbst überprüfen, was Sinn macht.
Bei meinen Bräuchen sind nicht alle Möglichkeiten angeführt. Spiegelt meinen Zugang zu diesen Tagen wieder.
Die irischen Kelten feierten vier Feste im Jahr, die auch den Ablauf des Jahres wiederspiegelten.

Von mir werden die gesamten Jahresfeste beschrieben.
 
Jul (Wintersonnenwende) / Imbolic (Lichtmess)
Ostara (Frühlingstagundnachtgleiche) / Beltaine (Walpurgisnacht)
Litha (Sommersonnenwende) / Lughnasad (Schnittfest)
Mabon (Herbsttagundnachtgleiche) / Samhain (Halloween)


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