Im Jahr 2000 wurde die Geburtenabteilung renoviert und umgebaut. Der damalige Leiter dieser Abteilung wollte, dass hier neben dem Umbau auch etwas gemacht wird, dass sich die Patientinnen wohl fühlen und wenn möglich die Geburten leichter verlaufen.

Vor dem Beginn meiner Arbeit machte ich eine Umfrage bei Ärzte und Ärztinnen, sowie bei den Krankenschwestern und Hebammen. Sinn war, die Bedürfnisse, Sorgen und Ideen zu erfragen. Bei der Vorarbeit für diese Befragung, machte ich auch eine intuitive Arbeit. bei dieser erhielt ich auch eine klare Botschaft, für einen Raum im Kernbereich der Station. dieser Raum wurde als der „Raum der Tränen“ bezeichnet. Als ich die verschiedensten Krankenschwestern und Hebammen fragte, was ihnen dazu einfällt, sagten alle, dass kann nur der Raum Nr.:… sein. Es war genau der von mir ermittelte Raum. Hier zeigte sich, wie Intuition und Wirklichkeit wieder einmal übereinstimmten.

Meine Arbeit begann noch vor der Abteilung, im Bereich des Ankommens der Patientinnen und Besucher, beim Aufzug. Es war hier wichtig, dass die Menschen richtig geführt / geleitet werden. Dafür wurde von mir der Fußbodenbelag ganz speziell gestaltet, dass die Menschen beim Verlassen der Aufzüge abgeholt und geleitet werden. Außerdem ließe ich unter dem Belag eine Kupferdraht in Form eines „Y“ einbauen. Auch dieses sammelt und leitet.
Siehe Plan – „Aufzugsbereich“.
Weiter gab es ein „Betten Zwischenlager“ in diesem Bereich. Dies ließe ich mit einer zusätzlichen Trennwand abdecken.

Nach dem Betreten der Station, wurde hier das Leitsystem weiter fortgesetzt. Es führte die Patientinnen in den Wartebereich und zu dem Bereich des Ultraschalls.
Siehe auch hier den Plan Geburtshilfestation, Kreissäle, Gänge, OP.

Der Kernbereich der Geburtshilfestation wurde, durch die Bodengestaltung, klar von dem Empfang, Ultraschall und Bettenstation getrennt. Der Belag wurde zusätzlich in einer etwas „geschwungene“ Form verlegt, um eine gewisse schwingende Bewegung hinein zu bringen. Die Wandlampen wurde ebenfalls so angebracht, dass diese Bewegung unterstützt wurde.

Der Kern dieser Gestaltung war die „Schwesternstation“. Als Thema kam mir bei meiner Arbeit: „Wir sind bei DIR, auch wenn wir nicht im Raum sind!“ Von dieser Station ausgehend, „floss“ der Bodenbelag durch die Gänge und in die Kreissäle – siehe Plan. Leider war dieses „Hineinfließen“, dann bei der Ausführung aus „antistatischen Gründen“ nicht möglich.

Zusätzlich unterstützt wurde dies durch eine spezielle Gestaltung im Bereich der Schwesternstation, wie eine stilisierter Mensch, mit ausgebreiteten Armen. Der „Kopf“ war ein Kreis, innen mit einem Sechseck. Dieses kommt in der Natur immer wieder vor und wird und ist auch ein altes Symbol für die Vereinigung des Weiblichen und des Männlichen. dieses Sechseck wiederholt sich ebenfalls in jedem Kreissaal.

Unter dem OP Tische wurde eine Mandorla angeordnet. Im Grunde ist die Mandorla / Vesica Piscis (Fischblase) „das“ weibliches Symbol. Es ist die Entsprechung der Vulva. Dies dient als Unterstützung für die Frauen am OP Tisch.
Wenn es erforderlich war, dann wurden von mir Symbole aus Kupferdrähte in einzelne Wände eingelegt.
Ebenso wurden handgemalte Mandalas in den Kreissälen aufgehängt.